Wilkhahn - Office for motion

Grundlagen für eine aktivierende Architektur

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, den immer rasanteren Informationsaustausch global wie lokal für alle Beteiligten gewinnbringend zu gestalten. Doch so wichtig Effizienz und Motivation bei der Wissensarbeit sind – eines der dringendsten Probleme wird häufig übersehen: der Bewegungsmangel bei der Büroarbeit, der immer mehr Menschen immer häufiger krank macht. Arbeitgeber reagieren darauf oftmals mit Sportprogrammen, Rückenschulen oder Gesundheitstagen. Naheliegender erscheint es jedoch, Bewegung wieder dorthin zurück zu bringen, wo sie systematisch reduziert wurde, also in den Gebäuden selbst. Dafür bedarf es eines Paradigmenwechsels auch bei den Planungsgrundlagen. Denn während jahrzehntelang alles möglichst bequem und verdichtet sein sollte, ist jetzt körperliche Aktivität gefragt. Unter dem Titel „Office for Motion“ hat der Büromöbelhersteller Wilkhahn dafür die wichtigsten Grundlagen aus Forschung und Entwicklung in einer Broschüre zusammengefasst.

Die Publikation bietet eine Zusammenfassung der biologischen Grundlagen, aktueller Studienergebnisse und neuer Organisations- und Officekonzepte. Für Architekten kostenfrei zu beziehen unter: 
  

Paradigmenwechsel

Neue Leitbilder für gesunde Arbeitsweltgestaltung.

Diversität statt Standardisierung, Entzerrung statt Verdichtung, Stimulation statt Restriktion, Anreicherung statt Reduktion, Dynamik statt Statik, Begegnung statt Trennung … das könnten die neuen Leitbilder für den Paradigmenwechsel in der Gestaltung von Büroarbeitswelten sein. Für Einrichtungskonzepte, Organisationsformen und Raumstrukturen, die zum ersten Mal in der Geschichte der Wirtschaft wirklich den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Im Verständnis einer ganzheitlichen Bewegungsförderung wird hier im Wortsinne der Weg zum Ziel!

Buchen Sie für Besprechungen nicht den nächstgelegenen, sondern den weiter entfernten Konferenzraum. Verwandeln Sie manche Sitzungen in „Stehungen“! Das führt auch zu deutlich intensiverer Beteiligung, kürzeren Meetingzeiten und höherer Effizienz. Keine vorbereiteten Räume mehr: Aktivieren Sie die Teilnehmer an Schulungen und Workshops, ihr Setting selbst zusammenzustellen. Zentralisieren Sie technische Funktionen: Der Einzeldrucker am Schreibtisch macht nicht nur bequem, er belastet mit Wärme-, Geräusch- und Feinstaubemissionen zusätzlich die Gesundheit. Gemeinschaftsdrucker sind viel wirtschaftlicher, sorgen für Bewegung und fördern Begegnung. Entzerren Sie, wo es möglich ist, Computer-Funktionen: zum Beispiel durch eigene Arbeitsplätze zur Internetrecherche. Nehmen Sie die Treppe und nicht den Aufzug! Treppensteigen fordert und bringt Muskulatur und Kreislauf in Schwung. Wenn Sie die Berechtigung auf diejenigen beschränken, für die eine Aufzugnutzung zwingend erforderlich ist, wird der Freiwilligkeit auf die Sprünge geholfen Entwickeln Sie eine Kultur der Bewegung: Ob Schreibtisch oder Meeting – achten Sie darauf, nie lange still zu sitzen. Aufstehen, sich strecken und ein paar Schritte gehen wirkt Wunder – und bringt auch so manchen festgefahrenen Gedanken wieder in Bewegung!